Warum Veränderung nicht immer Trennung bedeutet

Mit der Veränderung ist es ein Kreuz. Wenn wir uns in einer Situation befinden, mit der wir unglücklich sind, dann sehnen wir uns eine Veränderung herbei. Wie oft denken wir: „So geht das nicht weiter, es muss sich – endlich – etwas ändern!“ – vielleicht noch ergänzt durch ein: „Ich halte das nicht mehr aus!“

Bis wir jedoch tätig werden, vergeht häufig viel Zeit. Der Leidensdruck wird immer stärker. Wir werden immer unglücklicher, gestresster, es geht uns schlechter. – Und wir gewöhnen uns daran. Dieser Zustand wird für uns zur neuen Normalität und wir vergessen, dass das eben überhaupt nicht normal ist. Dass das Leben genauso gut schön und leicht sein könnte!

Warum scheuen wir uns so häufig davor, etwas zu verändern? Weil es unbequem ist? Weil es mit Anstrengung verbunden ist? Weil Veränderung Unbekanntes mit sich bringt und uns das Unbekannte Angst macht? – „Lieber das bekannte Unglück als das unbekannte Glück“, schrieb Wilhard Becker einst und brachte damit auf den Punkt, wie wir Menschen funktionieren. Wir brauchen Sicherheit. Das ist ganz natürlich und hält uns von waghalsigen Entscheidungen ab. Doch Angst und/oder Bequemlichkeiten sollten uns niemals davon abhalten, uns für unser Glück einzusetzen!

Deshalb ist es wichtig, sich darüber klar zu sein, dass Veränderung gar nicht „entweder – oder“ heißen muss. Veränderung kann genauso gut in einem „sowohl als auch“ bestehen. Mit etwas Kreativität können wir Wege finden, das Bekannte, Sichere, Liebgewonnene zu behalten, und trotzdem dem Neuen, dem Unbekannten in unserem Leben Raum geben.

Veränderung muss nicht radikal sein, um wirksam zu sein! 

Veränderung muss nicht immer Trennung bedeuten – Trennung vom Bekannten, vom Gewohnten, vom Liebgewonnenen, von Familie und Freundeskreis, vom Wohnort, Partner oder Arbeitgeber. Veränderung bedeutet nicht zwingend, dass wir unser gesamtes Leben auf den Kopf stellen und alle Zelte hinter uns abbrechen müssen. – Im Gegenteil!

Veränderung ist genauso wirksam, wenn sie sanft und verträglich erfolgt – und vor allem findet sie dann viel eher statt. Denn auch kleine Veränderungen können eine große Wirkung erzielen und sehr viel dazu beitragen, dass wir uns besser fühlen. Veränderung kann im Innen wie im Außen geschehen. Veränderung kann zum Beispiel dadurch erfolgen, dass wir zu unserem Problem eine andere Sichtweise einnehmen. Dass wir ungünstige Glaubensmuster erkennen und loslassen. Dass wir unsere Möglichkeiten und Ressourcen erkennen. Dass wir unseren Selbstwert stärken. Dass wir ein Gespräch führen. Dass wir erkennen, dass unser Gegenüber es gar nicht böse meint. Dass wir täglich zehn Minuten in eine neue Gewohnheit investieren. Dass wir uns Gleichgesinnte oder anderweitige Unterstützung suchen. Dass wir lernen, etwas mit Humor anstatt verbissen zu sehen… –  Es gibt so viele Möglichkeiten, schon mit Kleinigkeiten große Wirkung zu erzielen und unsere Lebensqualität damit erheblich zu verbessern.

Manch Leserin oder Leser mag nun denken: „Ich will aber keine faulen Kompromisse, ich will die große Veränderung, am besten jetzt und sofort!“ – Natürlich, auch das geht! Der große Sprung kann sehr befreiend sein und auch dabei unterstütze ich Sie gern, wenn Sie mögen! – Aber ist es nicht genau diese Vorstellung von einem radikalen Einschnitt in unser Leben, die uns allzu oft davon abhält, überhaupt ins Handeln zu kommen? Und ist es nicht besser, seinen Weg – weg von seinem Problem oder hin zu seinem Ziel – einen kleinen Schritt nach dem anderen zu gehen, als vor lauter Respekt vor der ach so großen Veränderung, dem Unbekannten und vielleicht Unbequemem, an dem Punkt stehen zu bleiben, an dem wir gerade so unglücklich sind?

Im Coaching finden wir gemeinsam heraus, was Sie brauchen, um sich in Ihrem eigenen Leben wieder wohlzufühlen. Ich begleite Sie gern auf Ihrem Weg zu Ihrer gewünschten Veränderung!

Kontaktieren Sie mich

Ich freue mich auf Ihre Nachricht!

z.B. Herr, Frau, Enby
TT.MM.JJJJ
Nach oben scrollen